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Hochwasserrückhaltebecken Dietenbach - Wasserbauliche Modellversuche

Hochwasserrückhaltebecken Dietenbach - Wasserbauliche Modellversuche
Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Thomas Mohringer

Links:

Hochwasserrückhaltebecken Dietenbach

Wasserbauliche Modellversuche

 

Auftraggeber: Entwässerungsverband Moos

 

Problemstellung:

Das Hochwasserrückhaltebecken (HRB) Dietenbach westlich von Freiburg dient zum Hochwasserschutz der Ortslagen Umkirch und Gottenheim. Das Einzugsgebiet des HRB umfasst eine Fläche von 28,4 Km².

 

Im Rahmen des Ausbaus der Rheintalbahn deren neue Trasse zwischen dem Damm des HRB und der A5 verläuft wird eine Sanierung des Beckens notwendig. Aufgrund der Lage der Bahntrasse muss das Konzept der Hochwasserentlastung geändert werden. Gleichzeitig wird dieser Anlass dazu genützt den Regelabfluss des Beckens von 5 m³/s auf 4 m³/s herabzusetzen.

 

Das Ingenieurbüro Fichtner Water & Transportation wurde vom Entwässerungsverband Moos beauftragt die Planung des Umbaues durchzuführen. Geplant ist, den Hochwasserschutzdamm leicht zu erhöhen, die Hochwasserentlastung über die seitliche Dammscharte aufzugeben und das Durchlassbauwerk als Kombinationsbauwerk (Regelabfluss und Hochwasserabfuhr) auszuführen.

 

Um die einwandfreie hydraulische Funktion der Anlage gewährleisten zu können wurde am Theodor-Rehbock-Laboratorium ein Modellversuch in Auftrag gegeben.

 

Modellbeschreibung:

Das physikalische Modell des HRB Dietenbach wurde im Maßstab 1:12 nach dem Froude’schen Modellgesetz in der Theodor-Rehbock-Laborhalle aufgebaut. Das Modell umfasst einen 170 m langen Abschnitt des Dietenbachs, der einen Teil des HRB, das neue Durchlassbauwerk, den Damm, den Bahndurchlass und den Autobahndurchlass beinhaltet. In der Laborhalle ist das Modell ca. 14 m lang.

Um für die untere Randbedingung des physikalischen Modells eine Wasserstands-Abflussbeziehung zu erlangen wurde ein numerisches 1D Modell erstellt und eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt.

 

Ziel der Modellversuche:

Die Modellversuche werden in mehreren Phasen durchgeführt:

  1. Untersuchung der Abflusskapazität des bestehenden Bauwerks
  2. Dimensionierung des Gerinnes zwischen dem Autobahndurchlass und dem Damm des HRB und Dimensionierung der Bermengröße
  3. Dimensionierung des Kombinationsbauwerks
  4. Einbau des Bahndurchlasses und der neuen Autobahnabfahrt
  5. Schwemmholzversuche

 

Das Ziel der Modellversuche besteht darin, die betroffenen Bauwerke zu untersuchen und gegebenenfalls so zu optimieren, dass die Abfuhr der vorgeschriebenen Hochwassermengen garantiert werden kann. Dies ist besonders im Hinblick auf den Autobahndurchlass und den Durchlass unter der Rheintalbahn von Bedeutung.