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Fischaufstiegsanlage Geesthacht

Fischaufstiegsanlage Geesthacht
Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Katrin Läkemäker, Dr.-Ing. Frank Seidel

Links:

Auftraggeber: Vattenfall Europe Generation AG & Co. KG

 

Problemstellung

An der Elbe bei Geesthacht befindet sich ein Wehr zur Regulierung des Wasserstandes in der Oberelbe. Das Wehr bildet die Grenze zwischen dem tidebeeinflussten und dem tideunbeeinflussten Teil der Elbe.

An diesem Wehr soll am nördlichen Ufer eine Fischaufstiegsanlage, ein so genannter Doppelschlitzpass, gebaut werden. Mit diesem Doppelschlitzpass soll die Durchgängigkeit wieder hergestellt und somit den Fischen die natürliche Wanderung ermöglicht werden.

Im Rahmen der Planung der Fischaufstiegsanlage durch das Ingenieurbüro Knabe GmbH wurde das Institut für Wasser und Gewässerentwicklung von Vattenfall beauftragt im Theodor-Rehbock-Laboratorium wasserbauliche Modellversuche durchzuführen.

 

Modellbeschreibung

Bei den Modellversuchen wurde die gesamte Fischaufstiegsanlage im Maßstab 1:13 nachmodelliert.

Sie besteht aus insgesamt 45 Becken und hat ein mittleres Sohlgefälle von 1:93.

Die Becken haben eine Breite von B=16 m und eine Länge von L=9 m. Die Sohle aus natürlichen Schüttsteinen wurde ebenso maßstabsgetreu im Modell nachgebildet wie die Geometrie der Spundwände aus denen die Wände der Fischaufstiegsanlage bestehen.

Der Zufluss und der Abfluss werden von einem zentralen Computer geregelt. Auf diese Weise kann der Tidehub vom Computer gesteuert automatisch eingestellt werden.

 

Ziele der Modellversuche

  • Allgemeine Untersuchung des Strömungsverhaltens zur Bewertung der Einhaltung fischrelevanter Grenzwerte
  • Untersuchung der Auswirkungen des Tidehubs und der Dotation auf das Strömungsverhalten in der FAA
  • Ermittlung der relevanten Strömungskräfte bei Hochwasser für die Bemessung der Bauwerksstabilität
  • Evaluation der hydraulischen Auswirkungen der am Zulauf eingebauten Leit- und Reusenanlage auf das Strömungsgeschehen