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Hydraulische Modelluntersuchungen zur Erneuerung des Platzspitzwehres in der Stadt Zürich

Hydraulische Modelluntersuchungen zur Erneuerung des Platzspitzwehres in der Stadt Zürich
Ansprechpartner:

Dr.-Ing. Frank Seidel, Dipl.-Ing. Philipp Schultz

Links:
Starttermin:

Sommer 2018

Endtermin:

Offen

Auftraggeber: Kanton Zürich – Baudirektion, Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft

Planer: IUB Engineering AG

 

Problemstellung:

Die Wehranlage Platzspitz beim Zusammenfluss von Limmat und Sihl in der Stadt Zürich, Schweiz, wurde im April 1951 in Betrieb genommen. Der Kanton Zürich ist Eigentümer der Wehranlage und ist für die Einhaltung des Wehrreglements des Zürichsees zuständig. Die Wehranlage erfüllt drei Hauptfunktionen:

  • Regulierung des Zürichsees
  • Hochwasserschutz
  • Wasserkraftnutzung im Kraftwerk Letten

Die technische Bauweise des Platzspitzwehrs (Dachwehr) kann die heutigen funktionalen Anforderungen und gesetzlichen Vorgaben insbesondere seitens des Hochwasserschutzes nicht vollumfänglich erfüllen. 2023 wird die Wehranlage zudem das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreichen.

Als Ersatz des heutigen Dachwehres ist der Einbau von Sektorschützen in die bestehende Wehranlage vorgesehen. Die Betonbauten, d.h. die Wehrschwelle wie auch die Seitenwangen und Wehrpfeiler müssen dazu nur geringfügig angepasst werden.

Die Bauweise Sektorwehr bzw. Sektorschütze sind in der Schweiz nicht sehr verbreitet und wurden auch in den letzten Jahren weltweit nicht mehr häufig hergestellt. Deshalb zog die Bauherrschaft, das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) des Kantons Zürich, vertiefte Abklärungen zur hydraulischen Funktionstüchtigkeit und der konstruktiven Durchbildung der Wehrverschlüsse in Betracht. Mit Hilfe von hydraulischen Modellversuchen soll die Funktionalität des geplanten Sektorwehres untersucht werden. Hierzu wurden das Institut für Wasser- und Gewässerentwicklung (IWG) sowie das Institut für Hydromechanik (IfH) beauftragt.

Ziele der Modellversuche:

  • Überprüfung der hydraulischen Funktionalität
  • Ermittlung der Entlastungskapazität
  • Analyse und Ermittlung von Bauwerksspezifischen Kenngrößen
  • Analyse der hydrodynamischen Kräfte und Momente auf den Wehrverschluss sowie auf die Drehachse