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Hochwasserschutz Bühlot - Wasserbauliche Modellversuche

Hochwasserschutz Bühlot - Wasserbauliche Modellversuche
Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Thomas Mohringer, Dr.-Ing. Frank Seidel

Links:

Auftraggeber: Zweckverband Hochwasserschutz Raum Baden-Baden/Bühl

 

Problemstellung:

In der Vergangenheit kam es im Einzugsgebiet der Bühlot im nördlichen Schwarzwald zu Niederschlagsereignissen, die zu Überschwemmungen in der Bühler Innenstadt geführt haben. Die Hochwasserereignisse vom Mai 1978 und Oktober 1998 führten zu Sachschäden in zweistelliger Millionenhöhe.

Bereits im Jahre 1983 beschloss die Gemeinde Sinzheim mit den Städten Baden-Baden und Bühl eine kommunale Zusammenarbeit als „Zweckverband Hochwasserschutz Raum Baden-Baden/Bühl“, dessen Hauptaufgabe die stetige Verbesserung des Hochwasserschutzes im Einklang mit der Natur darstellt.

Im Rahmen der Planung einer Hochwasserentlastungsanlage an der Bühlot, bestehend aus Flutkanal und nahe gelegenem Hochwasserrückhaltebecken, durch das Ingenieurbüro Wald und Corbe wurde das Institut für Wasser und Gewässerentwicklung vom Zweckverband Hochwasserschutz Raum Baden-Baden/Bühl beauftragt im Theodor-Rehbock-Laboratorium wasserbauliche Modellversuche durchzuführen. Anhand des Modells, welches aus zwei, voneinander getrennten, Teilmodellen besteht, sollen die beiden geplanten Anlagenkomponenten „Abzweigbauwerk“ und „Energieumwandlungsbauwerk“ auf ihre hydraulische Funktionalität untersucht werden.

Modellbeschreibung:

Mit Hilfe von eindimensionalen hydraulisch-numerischen Wasserspiegellagenberechnungen konnten die Grenzen für die beiden Teilmodelle optimal festgelegt werden.

Die hydraulischen Modelle selbst wurden nach dem Froudeschen Modellgesetz im Maßstab 1:15  (Modell 1: Abzweigbauwerk) und 1:20 (Modell 2: Energieumwandlungsbauwerk) in der Theodor-Rehbock-Laborhalle errichtet.

Modell 1 hat einen maximalen Durchfluss von ca. 60 l/s und Modell 2 von ca. 14 l/s. Der Zufluss und der Abfluss werden von einem zentralen Computer geregelt. Auf diese Weise kann jeder Abflusszustand vom Computer gesteuert automatisch eingestellt werden.

Ziel der Modellversuche:

Modell 1: Abzweigbauwerk und seitlicher Überfall in den Flutkanal

 

  • Ermittlung und Optimierung der hydraulischen Leistungsfähigkeit der Entnahmeanlage
  • Bewertung und Dokumentation des Strömungsverhaltens im Bereich des Übergangs Überfallschacht-Stollen sowie des gekrümmten Stollens
  • Auswirkungen der Stauvorrichtung auf die Wasserstände am Pegel Altschweier

 

Modell 2: Auslauf aus dem Flutkanal und Energieumwandlungsbauwerk

 

  • Bewertung und Optimierung der Energieumwandlung
  • Wirtschaftliche Optimierung der Bauwerksabmessungen
  • Dokumentation der Wasserspiegellagen in Bezug auf ein Zuschlagen des Stollens oberhalb der Energieumwandlung