Home | Impressum | Sitemap | KIT

Abgrenzung von Hochwassergefahrenflächen für die Stadt Heilbronn

Abgrenzung von Hochwassergefahrenflächen für die Stadt Heilbronn
Ansprechpartner:

Dr.- Ing. Peter Oberle

Projektlaufzeit:  Phase I: 2001-2002   PHASE II: 2003-2004

Auftraggeber:   Stadt Heilbronn

In Zusammenarbeit mit: Regierungspräsidium Stuttgart
Gewässerdirektion (GwD) Neckar – Bereich Besigheim
    Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes
    

Veranlassung / Zielsetzungen:  

  • Bestimmung der bestehenden Schutzgrade,
  • Analyse der Auswirkungen eines Versagens der Schutzeinrichtungen durch
    - Dammüberströmung bei Q > BHQ
    - Dammbruch, Versagen der HW-Sperrtore unter Berücksichtigung des (n-1)-Falles an den Wehranlagen,
  • Lokalisierung neuralgischer Stellen innerhalb der eingedeichten Gebiete
  • Abgrenzung von Gefahrenzonen / Identifikation von Risikobereichen

Methoden / Entwicklungen:

  • 1D, instationäres hydrodynamisch-numerisches (HN-) Modell des Neckars mit Ausleitungsstrecken und Altarmen (verzweigtes, vermaschtes System)
  • Koppelung mit 2D-HN-Modell der Neckarschleife bei Neckarsulm (FV-Methode)
  • GIS-gestützte Ermittlung szenarienabhängiger Überflutungsflächen für Extremereignisse innerhalb des Stadtgebietes (Versagensszenarien)
  • 3D-Visualisierung der Ergebnisse (Animation / Echtzeitnavigation)


Ergebnis:
Im Rahmen der Gefährdungsanalyse Heilbronn wurden mittels hydrodynamisch-numerischer Strömungssimulation für die Neckarstrecke zwischen km 120+000 bis 107+200 abflussabhängige Wasserstände für HQ10-200 und HHQ berechnet. Hierbei wurde auch der (n-1)-Fall an den Wehranlagen Horkheim, Heilbronn und Neckarsulm berücksichtigt.
In Verbindung mit GIS-Technologien wurden basierend auf einem hochaufgelösten Digitalen Geländemodell (1x1 m) auch die flächenhaften Auswirkungen von Dammüberströmungen sowie Versagensfällen an den Schutzeinrichtungen untersucht. Hierbei wurden auch solche Bereiche erfasst, die keine offene Verbindung zum Hauptfluss bzw. der Versagensstelle haben, jedoch z.B. über verdeckte Durchlässe (Kanalisation) potenziell gefährdet sein können. Die Ergebnisse werden vom Katastrophenschutz der Stadt Heilbronn als Grundlage der Alarm- und Einsatzplanung genutzt.


Literatur:
Oberle P. und Shrestha R.: „Abgrenzung von Hochwassergefahrenflächen für die Stadt Heilbronn“, Endbericht zu Phasen I & II, Sept. 2004
Oberle, P.; Theobald, S.; Nestmann, F.: „Nachhaltiges Hochwassermanagement - Konzepte und Simulationswerkzeuge“; Tagungsband zum Symposium „Lebensraum Fluss – Hochwasserschutz, Wasserkraft, Ökologie“ in Wallgau Juni 2004, Veranstalter TU München (2004)

Musall, M.; Stelzer, C.; Oberle, P.; Theobald, S.: „Untersuchungen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes des Industriegebietes Neckarsulm“; Untersuchungsbericht des Instituts für  Wasserwirtschaft und Kulturtechnik der Universität Karlsruhe (TH) im Auftrag des Regierungspräsidiums Stuttgart , Juli 2002


Exemplarische Darstellung der Auswirkungen eines Versagens des Sperrtores
bei einem Extremereignis und Lokalisierung neuralgischer Stellen im Stadtgebiet