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2003/2004 Mängelanalyse und Rehabilitation des Wasserversorgungsnetzes von Tlemcen, Algerien

2003/2004 Mängelanalyse und Rehabilitation des Wasserversorgungsnetzes von Tlemcen, Algerien
Ansprechpartner:

Dr.-Ing. Jochen Deuerlein

Projektgruppe:Abteilung III Wasserversorgungsnetze
  • Digitalisierung vorhandener Netzdaten
  • Erstellung eines Geoinformationssystems (GIS)
  • Mängelanalyse des aktuellen Betriebs und Versorgungsnetzes
  • Neukonzipierung der Hauptverteilung und des Versorgungsnetzes/ der Versorgungszonen
  • Kostenoptimaler Neuentwurf der Versorgungszonen und der Hauptverteilung
  • Entwurf einer optimalen Steuerstrategie

Simulationsrechnungen und Kostenoptimierung werden mit dem Programm KANET durchgeführt

Detaillierte Projektbeschreibung

Projektlaufzeit: 2003 - 2004

Auftraggeber: Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW

Projektpartner: IGIP, Beratende Ingenieure, Darmstadt / Deutschland

Aktuelle Situation

Die Stadt Tlemcen liegt an den Hängen eines Tales des westlichen Tellatlas, etwa 40 km vom Mittel-meer entfernt und erstreckt sich mit seinen Siedlungsflächen über eine Höhendifferenz von ca. 600 m (zw. 500 und 1100 m ü. NN). Die Bevölkerung der Stadt Tlemcen wird bis zum Planungshorizont 2025 von aktuellen 240.160 auf voraussichtlich 403.333 Einwohner wachsen. Durch die klimatisch begüns-tigte Lage Tlemcens besteht aktuell keine Wasserknappheit.

Der Topographie des Wasserversorgungssystems entsprechende und erforderliche Druckzonen, wie vorgesehen und auf Plänen angegeben, sind nicht vorhanden. Ca. 35 Behälter sind durch ein hydrau-lisch kommunizierendes Netz miteinander verbunden, das von den Behältern, sowie mehreren Pum-pen und Direkteinspeisung aus Brunnen versorgt wird. Ein Hauptverteilungsnetz ist nicht zu erkennen. Des weiteren bestehen illegale Anzapfungen. Pauschal kann festgestellt werden, dass seit der Unab-hängigkeit des Landes vor mehr als 30 Jahren der Ausbau und die Wartung des Wasserversorgungs-systems nicht nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik erfolgten. Die Folge ist ein heute technisch desolater Zustand.

Im Turnus werden unterschiedliche Stadtteile ein-, oder zweimal wöchentlich mit Wasser versorgt, d.h. eine Füllung der Hausbehälter wird ermöglicht. Wasserverluste betragen weit über 50 % der ins Netz eingespeisten Menge. Messungen ergaben bei einer Netzeinspeisung von 370 l/s einen Verbrauch von ca. 500 l/(E d). Die hohen Verluste sind grundsätzlich Leckagen und auch verschwendetem Wasser, z.B. durch Entleerung der privaten Haustanks, wenn diese frisch beschickt werden, zuzuordnen.

Projektziele

Projektziel ist die kontinuierliche Trinkwasserversorgung der Bevölkerung von Tlemcen. Technische Umsetzung und Abschnittszielsetzung siehe Kurzbeschreibung.

 

 

 

 

Bestehender Zustand des Netzes

Bestehender Zustand des Netzes

Mängelanalyse durch Simulation

Mängelanalyse durch Simulation

Rehabilitation und Neuplanung durch Optimierung

Rehabiliation und Neuplanung durch Optimierung

 

 

 

 

 

Weitere Informationen: